Archiv für November 2015

speak out at the demonstration agains deportation

speak out at the demonstration agains deportation:

People, please wake up!

For weeks, families and single people are deported and brought away. Amongst them were politically active people who have struggled against oppression. People are torn from their lives, losing friends and the little security they have in germany. People are deported back to the situation they were fleeing from. They are pushed back to war, racist discrimination, poverty, religious persecution, hunger and many more.
All these are not single cases, but structurally organized crimes by the German government. It is a long tradition of pushbacks and chasing away and destroying of non-white people.
It is more important than ever to know about it and to do something about it!
Deportations are a racist practice, Germany destroys countries worldwide, so people flee here. Asylum is a human right and not a privilege. There must be an unconditional right to stay for all people.

Get into the Lager for Refugees, make contacts, get informed where to find Lager and support the people who are threatened with deportation!

Stop Deportation – regardless of country of origin

Redebeitrag auf der Demonstration gegen Deportation:

Leute, macht die Augen auf!

Seit Wochen werden Familien und einzelne Menschen deportiert und verschleppt. Darunter waren auch politisch aktive Menschen, die gegen ihre Unterdrückung gekämpft haben. Menschen werden mitten aus ihrem Leben gerissen, verlieren Freundinnen und Freunde und das bisschen Sicherheit, was sie in Deutschland mehr haben als in ihren Heimatländern. Menschen werden dorthin abgeschoben, woher sie geflohen sind. Sie werden dorthin verschleppt, wo Krieg, rassistische Diskriminierung, Armut, religiöse Verfolgung, Hunger und mehr schlimme Dinge auf sie warten.
Doch das alles passiert nicht vereinzelt, sondern ist vom deutschen Staat strukturell organisiert. Es steht in einer langen Tradition von Verschleppung und Vernichtung von nicht-weißen Menschen.
Es ist wichtiger denn je, davon zu wissen und etwas dagegen zu machen!
Abschiebungen sind eine rassistische Praxis, Deutschland zerstört Länder weltweit, deshalb fliehen Menschen hierher. Asyl ist Menschenrecht und kein Privileg. Es muss ein uneingeschränktes Bleiberecht für alle Menschen geben.

Geht in die Lager für Geflüchtete, knüpft Kontakte, informiert euch, wo Lager sind, vernetzt euch und unterstützt die Menschen, die von Abschiebung bedroht sind!

Stoppt Deportation! Abschiebestop für Alle — unabhängig vom Herkunftsland!

Spontandemonstration in der Erfurter Innenstadt als Reaktion auf nächtliche Abschiebungen

Pressemitteilung vom 25.11.2015

Am Mittwoch, den 25.11.2015, fand um 16 Uhr in der Innenstadt Erfurts eine Demonstration statt. 30 Menschen haben ihre Kritik und ihre Wut auf die praktische Umsetzung der deutschen Vertreibungspolitik zum Ausdruck gebracht.

In den letzten zwei Wochen wurden mindestens acht Familien und mehrere Einzelpersonen aus Erfurt abgeschoben. Darunter waren auch Aktivist*innen von Roma Thüringen.

Die Menschen wurden ohne jegliche Vorankündigung in der Nacht zwischen vier und sechs Uhr von der Polizei weggeschafft. Sie hatten nur zwanzig Minuten Zeit, sich anzuziehen und ihre Sachen zu packen. Weitere Abschiebungen sind geplant.

Die Angst vor weiteren Abschiebungen sorgt in den Erfurter Geflüchteten-Unterkünften für schlaflose Nächte. Die Menschen, die von diesen Abschiebungen betroffen waren und sind, waren Menschen aus den sog. „sicheren Herkunftsstaaten“. „Deutschland legt einfach fest, welche Länder sichere Herkunftsstaaten sind, und diese Liste kann sich jeder Zeit ändern. Deutsche haben sie sich ausgedacht…. Geflüchtete müssen das ausbaden…“, sagt ein*e Rom*nja.

Gerade in den Balkanstaaten trägt die deutsche Regierung Verantwortung an den dortigen z.T. kriegerischen Konflikten. Deutschland deportiert Menschen, die aus dem Kosovo geflohen sind, in andere Staaten, obwohl es den Kosovo als eigenen Staat sofort anerkannt hat. Dadurch und durch seine Kriegsbeteiligung hat Deutschland an dem Zerfall Jugoslawiens mitgewirkt. Bis dahin konnten Rom*nja und andere ethnische Minderheiten gesellschaftlich teilhaben. Seit dem Zerfall von Jugoslawien sind sie starker rassistischer Diskriminierung ausgesetzt, die ihre Existenz bedroht.

Durch die versuchte Vernichtung von Sinti*ze und Rom*nja hat Deutschland eine besondere Verantwortung, die es aber nicht wahrnimmt. Im Gegenteil führt Deutschland eine Politik der Ausgrenzung und Vertreibung kontinuierlich fort. „Wir fordern ein uneingeschränktes Bleiberecht unabhängig vom Herkunftsstaat!“, so Lara Müller, eine Demonstrationsteilnehmerin.

Weitere Informationen:
http://breakdeportation.blogsport.de
http://thevoiceforum.org
http://alle-bleiben.info

Kontakt und Pressekoordination:
frai@systemausfall.org