Archiv für Juli 2017

Every deportation is a crime!

What stays in the last weeks and months in secret or just for really short times in public happens every day. People are secretly displaced, ripped out of their lives after they had been set into fear and put huge pressure on them. Although people fight every day to live here.

The concret reason for this action was that at thursday, the 13.07.2017, and at thursday, the 20.07.2017, deportations took place from different camps in Erfurt. At the 13.07. at least one family was affected, at the 20.07. at least two young people. And these are only the deportations we got to know about. As it happened already a lot of times the police appeared in the camps in the middle of the night. Between 4 and 5 o clock the police awoke
people and deported them against their will.

Also from Apolda we know about a deportation of at least one person at the 20.07. This person was even put to deporation prison one day before the deportation. Probably there was a charterflight than from Munich to Serbia and to Kosovo.

The responsible – Ausländerbehörde, ministry of migration, courts and police – work hand in hand to reach their aim of the racist act of deportations.

But we want to show that deported people are not forgotten, that deportations are enourmous and not universally accepted bullshit and that they cannot destroy people´s lives without anyone knowing!

Every deportation is a crime!
STOP DEPORTATION!

Jede Abschiebung ist ein Verbrechen!

Was in den letzten Wochen und Monaten wenig bis gar nicht in der
Öffentlichkeit stand, passiert zum Teil jede Woche. Menschen werden
heimlich verschleppt, aus ihrem Leben gerissen, nachdem ihnen vorher
Angst gemacht wird und sie unter krassen Druck gesetzt werden. Dabei
kämpfen Leute jeden Tag, um hier leben zu können.

Sowohl am Donnerstag, den 13.07., als auch am Donnerstag, den 20.07.,
haben in Erfurt Abschiebungen aus verschiedenen Lagern stattgefunden. Am
13.07. war mindestens eine Familie betroffen, am 20.07. mindestens zwei
junge Menschen. Und das sind nur die Abschiebungen, die wir mitbekommen
haben.
Wie so oft schon ist die Polizei mitten in der Nacht in den Lagern
aufgetaucht, zwischen 4 und 5 Uhr wurden Menschen von der Polizei aus
ihren Betten geholt und gegen ihren Willen verschleppt.
Auch in Apolda gab es diese Woche eine Abschiebung von mindestens einer Person, die vor ihrer Verschleppung sogar in Abschiebehaft genommen wurde. Wahrscheinlich war es eine Sammelabschiebung über einen Charterflug in München, die nach Serbien und in den Kosovo ging.

Die Verantwortlichen – Ausländerbehörde, Innenministerium, Gerichte,
BAMF und Polizei – arbeiten Hand in Hand, um die rassistische Praxis
der Deportationen durchsetzen zu können.

Aber wir wollen zeigen, dass die abgeschobenen Menschen nicht vergessen
sind, dass Abschiebungen eine große und nicht hinzunehmende Scheiße sind
und dass sie nicht unbeobachtet Leben von Menschen kaputt machen können!

Jede Abschiebung ist ein Verbrechen!
STOP DEPORTATION!

Action yesterday in Erfurt against deportations [GER]

Am 21.07.2017 hat eine Gruppe von ca. 20 Menschen an verschiedenen Plätzen in der Erfurter Innenstadt ihre Kritik an Abschiebungen mit einem Megaphon und Flyern kundgetan.

Anlass der Aktion war, dass sowohl am Donnerstag, den 13.07.2017, als auch am Donnerstag, den 20.07.2017, Abschiebungen aus verschiedenen Lagern in Erfurt stattgefunden haben. Am 13.07. war mindestens eine Familie betroffen, am 20.07. mindestens zwei junge Menschen. Und das sind nur die Abschiebungen von denen wir mitbekommen haben.

Wie schon so oft ist die Polizei mitten in der Nacht in den Lagern aufgetaucht. Zwischen 4 und 5 Uhr wurden Menschen von der Polizei aus ihren Betten geholt und gegen ihren Willen verschleppt. Auch aus Apolda wissen wir von der Abschiebung mindestens einer Person am 20.07.. Diese wurde sogar schon am Tag vor der Abschiebung in Abschiebehaft genommen. Wahrscheinlich gab es dann eine Sammelabschiebung mit einem Charterflug ab München nach Serbien und in den Kosovo.

Bei der Aktion am 21.07. wurde auch auf die Verantwortlichen für die Abschiebungen hingewiesen, die Ausländerbehörden, das Ministerium für
Migration, Gerichte, das BAMF und die Polizei, welche Hand in Hand arbeiten, um Abschiebungen durchzusetzen. In der Erfurter Innenstadt nahmen einige Leute die Flyer interessiert entgegen und ließen sich auf Gespräche ein, fragten nach und bestärkten die Kritik an Abschiebungen. Aber es gab auch Menschen, die rassistische Kommentare von sich gaben und kopfschüttelnd vorbei liefen.

Dadurch, dass auf verschiedenen öffentlichen Plätzen in der von Tourist*innen überfüllten Innenstadt Kundgebungen abgehalten wurden, konnte zumindest für kurze Zeit thematisiert werden, was alltägliche Praxis ist für Menschen, die von Abschiebungen betroffen sind.

Action yesterday in Erfurt against deportations

At 21.07.2017 a group of 20 people made their criticism against deportation public with handouts and megaphone. The concret reason for this action was that at thursday, the 13.07.2017, and at thursday, the 20.07.2017, deportations took place from different camps in Erfurt. At the 13.07. at least one family was affected, at the 20.07. at least two young people. And these are only the deportations we got to know about. As it happened already a lot of times the police appeared in the camps in the middle of the night. Between 4 and 5 o clock the police awoke
people and deported them against their will.

Also from Apolda we know about a deportation of at least one person at the 20.07.. This person was even put to deporation prison one day before the deportation. Probably there was a charterflight than from Munich to Serbia and to Kosovo.

On the manifestations there was also information about who is responsible for organising and making the deportations happen, which is the Ausländerbehörde, the Ministry for Migration, the BAMF and the police working together.

In the inner city of Erfurt some people were interested to read the handouts and to know more about the issue to strengthen the criticism against deportations. But there were also people making racist comments or shaking heads while passing us. Because we went to several public places in Erfurt with a lot of
tourists around we could make public at least for a short time what is dayly life for people affected by deportation.