Archiv für Januar 2018

The Voice – Kanha Chhun – Cambodian Campaign 2018 – We need Fredoom! [Erfurt/Retronom]

The Voice - Kanha Chhun - Cambodian Campaign 2018 - We need Freedom!

The Voice - Kanha Chhun - Cambodian Campaign 2018 - We need Fredoom!

The Voice - Kanha Chhun - Cambodian Campaign 2018 - We need Fredoom!

The Voice - Kanha Chhun - Cambodian Campaign 2018 - We need Fredoom!

The Voice - Kanha Chhun - Cambodian Campaign 2018 - We need Fredoom!

Break Deportation 2018: Neue Power – Neue Treffen

Längere Zeit war es still um Break Deportation, jetzt starten wir wieder voll durch:

Am Sonntag, 21.1. ab 14 Uhr im Haus auf der Mauer wird das erste General Meeting zur Vernetzung von geflüchteten und nicht-geflüchteten Aktivist_innen Rund in Jena stattfinden! Wir wollen uns austauschen und darüber sprechen, wie wir gemeinsam den Kampf gegen Abschiebungen politisch organisieren können, stellen das Netzwerk vor und diskutieren aktuelle Kampagnen. Kommt vorbei und macht mit! Unten findet ihr eine kurze Vorstellung des Netzwerks.


Break Deportation – Wofür wir stehen, was wir tun und was wir nicht tun können:

Wir sind ein Netzwerk aus geflüchteten und nicht geflüchteten Aktivisten und Aktivistinnen. Unsere Hauptaufgabe sehen wir in der Bekämpfung von Abschiebestrukturen und rassistischen Gesetzen. Wir möchten, dass jede Person ihr Leben in Würde leben kann. Wir stehen geeint in politischer Solidarität. Wir sind unabhängig vom Staat, Parteien und NGOs, wir werden nicht durch staatsnahe Institutionen finanziert, weil wir selbstorganisiert und selbstbestimmt arbeiten. Wir kritisieren kapitalistische, nationalistische, rassistische und sexistische Strukturen in dieser Gesellschaft und möchten nicht zu deren Erhalt beitragen. Wir setzen uns gegen Ausbeutung und Diskriminierung jeglicher Form ein. Wir wollen zusammenarbeiten und mit jedem und jeder, die mitkämpfen wollen für unsere Rechte einstehen.

Für die eigenen Rechte einstehen stellt die Basis unserer Arbeit dar, das bedeutet auch, dass wir keine „Hilfsorganisation“ sind, zu der die Menschen gehen um Hilfe zu bekommen – aber nicht für sich selbst kämpfen. Einige von uns haben bereits langjährige Erfahrung im Kampf gegen Abschiebung oder in anderen politischen Kämpfen. Du kannst die Daten und Orte unserer Treffen im Kalender nachsehen. Gib deinen Problemen eine Stimme, komm zu den Treffen, lass uns in Kontakt treten und zusammen Kämpfen!

Es gibt zwei Arten von Treffen:

GENERAL MEETING (Jeden dritten Sonntag im Monat, 14-17 Uhr in
verschiedenen Städten):

Dieses Treffen heißt jede und jeden Willkommen, der oder die bereits politisch aktiv ist oder es werden will. Wir diskutieren verschiedene politische Themen und planen gemeinsame Kampagnen und Aktionen. Wir wollen uns besser kennen lernen und vernetzen. Wir arbeiten zu manchen Themen in kleinen Gruppen und zu anderen in der Gesamtgruppe. Es gibt immer eine Kleingruppe für neue Menschen, damit es leichter fällt alles zu verstehen und mitzumachen. Wir bereiten einige Themen für die Treffen vor und wollen uns dann über mehrere Monate mit ihnen befassen. Aber es wird auch immer Zeit für spontane, neue Themen geben. Gemeinsam organisieren wir Kinderbetreuung für die Treffen. Beim General Meeting wird es keine Zeit für persönliche Fälle geben, außer sie sind Teil einer öffentlichen Kampagne. Bitte kommt für persönliche Fragen ins Exchange Meeting.

EXCHANGE MEETING (Jeden ersten Dienstag im Monat, 17-19 Uhr in Jena und
Erfurt):

Jede Person, die Fragen zu ihrer persönlichen Situation hat, ist hier sehr herzlich willkommen. Wir tauschen unser Wissen und unsere Erfahrungen aus, damit sie jeder nutzen kann. Wir übersetzen gemeinsam Briefe von Behörden und versuchen einander den Inhalt zu erklären. Wir versuchen, die Übersetzung der Treffen selbst zu organisieren. Die Menschen in Jena und Erfurt sind miteinander vernetzt, um Informationen auszutauschen und Unterstützung leisten zu können. Wir können neben den Exchange Meetings keine zusätzlichen Treffen und auch keine Begleitung zu Behörden anbieten.

Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten findest du auf auch auf thevoiceforum.org und bei Facebook

The Voice Refugee Forum – Cambodian Campaign – 11.1.2018 – 20 Uhr – Retronom Erfurt

The Voice Refugee Forum – Cambodian Campaign

„We need freedom“ mit Kanha Chhun

11. Januar 2018, 20 Uhr | Retronom Erfurt

Johannesstraße 17A, 99084 Erfurt

Wir möchten dich einladen die Situation in Kambodscha besser zu ver­stehen. Unter den Roten Khmer hat der heutige Premierminister Hun Sen als Kommandant gedient. In dieser Zeit wurden etwa 1/4 der KambodschanerInnen ermordet, dazu zählen auch Personen aus der Familie Chhun. Hun Sen floh ins Exil und marschierte später mit den vietnamesischen Militärs in Kambodscha ein. Zwar gab es 1991 einen Friedensvertrag aber der Bürgerkrieg dauerte an. Nach 32 Jahren ist Hun Sen immer noch an der Macht. Oppositionelle werden verfolgt und unterdrückt, unabhängige Me­dien zensiert oder geschlossen. Hun Sen drohte mehrfach, alle Oppositionellen zu bekämpfen, und erklärte, dass der Friedensvertrag gestorben sei.
Kanha Chhun wird einen Einblick in die tragische Geschichte und aktuelle Situation Kambodschas geben. Sie wird auch über ihre Erfahrungen mit Landkonflikten berichten – von der Schwester des Diktators Hun Sen wurde ihrer Familie Land gestohlen. Proteste dagegen führten zur politischen Verfolgung und der Flucht nach Europa.
In der Diskussion mit Euch möchten wir gemeinsam überlegen, wie man Solidarität praktisch umsetzen kann.


[ thevoiceforum.org | breakdeportation.blogsport.de ]
[ im retronom.net]

Weitere Informationen:
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Respektiert den Friedensvertrag von 1991 in Kambodscha „Wir wollen Freiheit“ – Kanha Chhun – http://www.thevoiceforum.org/node/4413

Pressemitteilung: Hintergrund-Informationen zum BAMF-Entscheider Ho Ngoc T. – http://www.thevoiceforum.org/node/4399

VIDEO: Protest in Front of Cambodian Embassy – http://breakdeportation.blogsport.de/2017/09/20/video-protest-in-front-of-cambodian-embassy/

Cambodia basicdemocratic Demonstration / Kamboscha basisdemokratische Demonstration – http://breakdeportation.blogsport.de/2017/09/20/cambodia-basicdemocratic-demonstration-kamboscha-basisdemokratische-demonstration/

Familie C. in Sicherheit. – http://breakdeportation.blogsport.de/2015/03/05/familie-c-bleibt-in-erfurt-kirchenasyl-bietet-schutz-vor-naechtlicher-abschiebung/

dt./engl. Aufruf zur Kundgebung am Mittwoch, 04.03. um 21.00 Uhr gegen Abschiebungen ERFURT STAUFFENBERGALLEE 25 – http://breakdeportation.blogsport.de/2015/02/27/dt-engl-aufruf-zur-kundgebung-am-mittwoch-04-03-um-21-00-uhr-gegen-abschiebungen-erfurt-stauffenbergallee-25/

Kinder geben Anstoß für erfolgreiche Blockade gegen Abschiebung in Erfurt – http://breakdeportation.blogsport.de/2015/02/24/kinder-geben-anstoss-fuer-erfolgreiche-blockade-gegen-abschiebung-in-erfurt/

Anti deportation action in Erfurt – http://breakdeportation.blogsport.de/2015/02/26/anti-deportation-action-in-erfurt/

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Oury Jalloh das war Mord! Demo 2018
Oury Jalloh das war Mord!

Pressemitteilung von PEACE (Peer Exchange of African Communities for Empowerment) Netzwerk und The VOICE Refugee Forum Netzwerk in Deutschland

„The VOICE Presse: Der Kampf für Oury Jalloh lebt weiter – 07.01.2018 in Dessau“

Pressemitteilung von PEACE (Peer Exchange of African Communities for Empowerment) Netzwerk und The VOICE Refugee Forum Netzwerk in Deutschland zu dem dramatischen Stopp der Ermittlungen und dem 13. Jahrestag im Gedenken an dem Mord an unserem Bruder Oury Jalloh.

Berlin, 05. 01.2018

„Von Beginn haben wir in unseren Aufrufen und Kampagnen seit 2005 behauptet, dass Oury Jalloh ermordet wurde, doch wenige glaubten uns. Nun spricht der Mainstream von Mord, während wir immer noch unter den Narben leiden, die uns vom Staat und der Gesellschaft im Lauf von 13 Jahren zugefügt wurden.“ (Mbolo Yufanyi von The VOICE Refugee Forum und PEACE International)

Am 7. Januar 2018 sind es 13 Jahre, seit Oury Jalloh, ein Bruder aus Sierra Leone durch die Hände der Polizei in der Stadt Dessau in Deutschland brutal ermordet wurde. Dreizehn Jahre lang haben das The VOICE Refugee Forum Netzwerk und die Afrikanische/Schwarze Community an der Seite der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh und insbesondere an der Seite der Familie unseres Bruders gestanden und ihren Aufruf für „Wahrheit, Gerechtigkeit und Reparationen“ unterstützt. Fast 13 Jahre sind vergangen und der deutsche Staat und die Polizei haben mit Lügen, Ungerechtigkeit und andauernder Brutalität geantwortet.

Die leitende Staatsanwältin Heike Geyer aus Halle hat in ihrer Pressemitteilung vom 12. Oktober 2017 angekündigt, dass sie nach eingehender Untersuchung der verfügbaren Beweise […] die Ermittlungen zum Tod Oury Jallohs eingestellt habe, da es offensichtlich keine ausreichenden Beweise gebe und neue Erkenntnisse zu seinem Tod nicht zu erwarten seien, da eine Vielzahl von Möglichkeiten denkbar sei, weshalb folglich ein Selbstmord nicht ausgeschlossen werden könne.

Wir sollten uns daran erinnern, dass schon am Tage des Mordes an Oury Jalloh am 7. Januar 2005 eine Hypothese entwickelt und dokumentiert worden war, bevor die Ermittlungen zu dem Verbrechen überhaupt erst begonnen hatten: „Ich begebe mich jetzt in den Keller, in dem sich ein schwarzafrikanischer Bürger in einer Arrestzelle angezündet hat.“ Dies waren die Worte des ersten Ermittlers Stendal, der später Videobeweismaterial von der Dauer von über einer Stunde zerstörte, das man aus der Zelle, in der unser Bruder ermordet wurde, geholt hatte.

Nach den verschiedenen Brandgutachten und Berichten, die von der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh unabhängig organisiert und gesponsert worden waren und auch nach neuesten Berichten nationaler Medien war es ausgeschlossen, dass unser Bruder Selbstmord begangen hätte.

Die Mehrheit der Experten auf den Gebieten des Brandschutzes, der Medizin und der Chemie kam zu dem Schluss, dass der Zustand der Zelle und der Leiche nach dem Feuer nicht erklärt werden kann, ohne dass – nach Monitor – geringe Mengen von Brandbeschleunigern wie Leichtbenzin benutzt worden wären. Mehr noch: Die Theorie der Selbstverbrennung ist so gut wie auszuschließen: “Oury Jalloh sei bei Brandbeginn wahrscheinlich komplett handlungsunfähig oder sogar bereits tot gewesen.” (Süddeutsche Zeitung vom 16.11.2017)

Betrachtet man den Verlauf der deutschen Geschichte, insbesondere in Bezug auf Afrika, aber auch Europa, sind wir nicht überrascht von dem abscheulichen Verbrechen, das durch die deutsche Polizei begangen und von dem deutschen Justizsystem gedeckt wurde. Ein afrikanisches Sprichwort sagt: „Wenn du der Spur deines Vaters folgst, wirst du gehen wie er.“

Diese kontinuierliche koloniale Realität, die reflektiert wird durch die organisierte Tötung von Migrant*innen im Mittelmeer, durch die Abschiebepraktiken, die Ermittlungen gegen die Angehörigen der NSU-Opfer, den Aufstieg der AfD und anderer rechter Gruppierungen in Deutschland und Europa, die Kriminalisierung von Flüchtlingen und insbesondere von Afrikaner*innen, macht es umso dringlicher für Afrikanische/Schwarze Leute, zusammenzukommen und diese Übel des 21. Jahrhunderts herauszufordern und zu bekämpfen.

Sich an Oury Jalloh, Layé Kondé, Mariama Sarr, Christy Schwundeck, Dominique Koumadio und all die anderen – die Liste ist noch länger – zu erinnern und für sie zu kämpfen ist eine Sache der Selbstverteidigung.

Je vereinter wir sind in dieser Herausforderung und in der Verteidigung unserer selbst und unserer Werte gegen diese Monster des 21.Jahrhundert, desto mehr entlarven wir die Risse in einer Weltordnung und in den Systemen, die uns und die Menschheit im Allgemeinen im Stich gelassen haben und die uns und die Menschheit zerstören werden, wenn wir sie nicht stoppen.

OURY JALLOH IST KEIN EINZELFALL – KEINER WIRD VERGESSEN WERDEN!

RESPEKTIERT UNSERE EXISTENZ – UND RECHNET MIT UNSEREM WIDERSTAND!

Black Nation Germany: Auf zur Oury Jalloh Demo am 07.01.2018 in Dessau
http://thevoiceforum.org/node/4450

Pressemitteilung des Zentralrates der afrikanischen Gemeinde in Deutschland
Solidarität mit der „Initiative zum Gedenken an Oury Jalloh“ gegen rassistische Bewegungen“
http://thevoiceforum.org/node/4446

Aufruf zur Demo am 07.01.2018 in Dessau
Update: https://initiativeouryjalloh.wordpress.com/

Unsere Community ist unser Medium!

Kontakt für weitere Fragen:

Dr. Mbolo Yufanyi
+49 (0) 1708788124.

Quellen:
http://www.sueddeutsche.de/politik/tod-von-oury-jalloh-ard-bericht-oury-jalloh-wurde-wahrscheinlich-getoetet-1.3751880
https://www.facebook.com/monitor.wdr/videos/1609164162455851/?fref=mentions
https://www.zhaw.ch/storage/shared/sozialearbeit/News/gutachten-entwickl…
https://vimeo.com/79113508