UNHCR Kenia: Erster Appell und Petition von jemenitischem Flüchtlinge || Unterstützt den Aufruf von Ahmad bin Ahmad Hadi


Der Sohn Khaled Ahmad bin Ahmad von Ahmad bin Ahmad Hadi

Brief

English
UNHCR Kenya: First appeal and petition of Yemen refugee – Support Ahmad bin Ahmad Hadi‘s and his son‘s Khaled Ahmad bin Ahmad call for resettlement from Kenya http://thevoiceforum.org/node/4584
INTERNATIONALE SOLiDARITÄTSKAMPAGNE FÜR JEMENITISCHEN FLÜCHTLING IN KENIA

UNHCR Kenia: Erster Appell und Petition von jemenitischem Flüchtlinge: Unterstützt den Aufruf von Ahmad bin Ahmad Hadi und seinem Sohn Khaled Ahmad bin Ahmad zur Umsiedlung von Kenia

Aktenzeichen von Ahmad Hadi: NYEM000069
Aktenzeichen von Khaled Ahmad bin Ahmad: NYEM000207
Unterstützt diesen Aufruf von Ahmad bin Ahmad Hadi an The VOICE Refugee Forum!

Bitte schreibt an den UNHCR in Kenia (mit Kopie an den UNHCR Genf) und setzt euch ein für das Resettlement von Ahmad bin Ahmad Hadi und seinem Sohn Khaled Ahmad bin Ahmad in eine Umgebung, wo er frei von Bedrohungen durch Saudi-Arabien ist!

The VOICE Refugee Forum zu Ahmad bin Ahmad Hadi

Im Rahmen der Vorbereitungen unserer BlackBox-Veranstaltungen 2018 in Jena erreichte uns im September der Hilferuf eines jemenitischen Flüchtlings in Kenia. Wir unterstützen und dokumentieren hiermit seinen Aufruf (siehe unten).

Ahmad bin Ahmad Hadi, Vater von drei Kindern, lebt seit Jahren als Flüchtling in Kenia.

Als führendes Mitglied der Al-Haq Partei, einer mit den Huthi alliierten Organisation im Jemen, war er im Jemen eine exponierte politische Persönlichkeit und immer wieder tödlichen Bedrohungen durch Al-Qaida, saudische Truppen und Söldner der Vereinten Arabischen Emirate ausgesetzt. Nach Haft und schwerer Folter gelang ihm schließlich die Flucht nach Kenia. Es gelang ihm auch, seinen kleinen Sohn freizubekommen, der als Geisel gefangen genommen war, um den Vater zur Aufgabe zu zwingen. Seit drei Jahren lebt er nun mit seinem Sohn in Kenia als Flüchtling .

Diese Leben bedeutet für Ahmad bin Ahmad Hadi nicht nur ein Leben in Elend, ohne Wohnung, ohne Schutz vor Regen und Kälte, ohne regelmäßiges Essen, wie es die Situation hunderttausender Flüchtlinge ist. Er ist darüber hinaus auch anhaltenden Bedrohungen durch die saudische Regierung, durch Al-Qaida und durch Shabaab, den kenianischen Zweig von Al-Qaida ausgesetzt. Seit er von der saudischen Botschaft unter Drohungen gezwungen wurde, eine Kollaborationserklärung zu verfassen, ist sein Resettlement-Prozess, der ihm vom UNHCR in Aussicht gestellt wurde, ins Stocken geraten. Infolge von Folter und vieler Strapazen hat sich seine gesundheitliche Situation stark verschlechtert und er leidet an verschiedenen Krankheiten.

Ahmad bin Ahmad Hadi hat sich an The VOICE Refugee Forum gewandt. Er hat dieses Zeugnis abgelegt. Er ist Teil der Refugee Black Box und füllt die Refugee Black Box mit seiner Geschichte (siehe Originaldokument unten)

Wir sind uns der katastrophalen Situation von Flüchtlingen in Kenia, wo sich das größte Flüchtlingscamp der Welt befindet, bewusst. Hunderttausende von Menschen leiden aufgrund der mangelhaften Versorgung durch die internationale Gemeinschaft, das heißt vor allem durch die westlichen Staaten, unter der Knappheit von Essen.

Doch insbesondere die anhaltende Bedrohung durch die saudische Regierung und terroristische Gruppen erfordern einen speziellen Schutz für Ahmad bin Ahmad Hadi.

The VOICE Refugee Forum und The Refugee Black Box unterstützen daher seine Forderung nach Resettlement und nach einem Leben in Schutz und Sicherheit.

+ Er muss in einer Umgebung leben, wo er sicher sein kann vor den Bedrohungen der saudiarabischen Regierung und terroristischer Gruppen

+ Wir verlangen vom UNHCR, die Zusage nach einem zügigen Resettlement-Prozess ohne weitere Verzögerung endlich einzuhalten.

+ Wir verlangen eine Untersuchung hinsichtlich der Einschüchterungsversuche durch die saudische Botschaft in Kenia

+ Wir verlangen von den Europäischen Staaten, ihm und seiner Familie den nötigen Schutz zu gewähren

Schreibt einen dringenden Appell an den UNHCR in Kenia mit Kopie an den UNHCR in Genf

Unterstützt unsere Forderungen durch Verbreitung unseres Aufrufs!

The UNHCR Country Representative in Kenya, Telephone: +41 22 739 7280
Facsimile: +41 22 739 7281 [Fax]
Email: kenna@unhcr.org
Street Address: P.O. BOX 43801 – 00100, LYNWOOD COURT, OFF WAIYAKI WAY, WESTLAND, NAIROBI, KENYA, Nairobi, Kenya
Mailing Address: P.O. Box 43801-00100 GPO, Nairobi, Kenya

CC:
The UNHCR Office for Switzerland
Mailing Address: Case Postale 2500, 1211 Genève 2 Dépôt, Switzerland
Telephone: +41 22 739 74 44, Facsimile: +41 22 739 73 79 [Fax]
Email: swige@unhcr.org
Street Address: 94 Rue Montbrillant, 1202 Geneva, Switzerland

The VOICE Refugee Forum, Schillergäßchen 5, 07746 Jena
Mail: thevoicerefugeeforum@riseup.net | http://thevoiceforum.org

Aufruf von Ahmad bin Ahmad Hadi:

Warum das wichtig ist:

Mein Name ist Ahmad bin Ahmad Hadi
Ich bin Vater von drei Kindern
Ich bin Führungskraft in der Al-Haq Partei in Jemen und leite die Zweige der Partei in Aden und Abyan.

Während in Aden Krieg herrschte, traf die saudi-arabische Air Force mein Haus. Glücklicherweise befand ich mich zu diesem Zeitpunkt gerade in meinem anderen Haus in einer anderen Stadt. Als der Krieg im Süden endlich zu Ende ging, hatte ich die Chance, nach Aden zurückzukehren. Am 14. Oktober (year) attackierten Al-Qaida und Söldnertruppen der Emirate mein Haus gegen Mitternacht, nahmen mich fest und brachten mich an einen unbekannten Ort, wo man mich täglich folterte. Ich war 45 Tage in einem kleinen dunklen Raum eingesperrt, der von Fäkalien geflutet war, eingesperrt. Ich konnte meinen Körper nicht mehr biegen und nicht mehr wie normale Menschen gerade schlafen.

Nach 45 Tagen brachte man mich ein Krankenhaus, weil ich blutete. Der Arzt erkannte mich und kontaktierte meinen Neffen, der mir half in den Norden zu fliehen. Als er zurückkam, wurde er festgenommen und gefoltert, damit er den Ort meines Versteckes verriet. Als sie ihm seinen Finger abschnitten, sagte er ihnen alles, was sie hören wollten. Zweimal versuchten sie, mich in Sanaa zu töten, als ich zum Deputy des Ministeriums für allgemeine Arbeiten und Straßen ernannt werden sollte. Ich stand unter extremen Terror und Angst und musste Jemen verlassen. Daher beschloss ich über Kairo und Äthiopien auf dem Luftweg nach Kenia zu gehen.
Danach wurde mein einziger kleiner Junge entführt und ein Monat lang als Geisel gehalten, um mich zum Aufgeben zu zwingen. Ich musste das letzte Stück Land, das ich besaß, verkaufen und zahlte 4,5 Millionen jemenitische Real an einen Sheik (Stammesführer), der ein Freund meines Vaters ist, der die Flucht meines Sohnes direkt zu Flughafen sowie einen Flug über den Sudan nach Nairobi arrangierte

Momentan sind wir Flüchtlinge in Kenia. Das Leben, das wir führen, ist erniedrigend und fürchterlich – ohne Sicherheit, ohne Schutz zum Schlafen und Essen – seit zwei Jahren mittlerweile. Der UNHCR Kenia erklärte uns, dass wir bereits in einer Resettlement-Einheit seien und auf der Warteliste seien. Dann erwischte der Geheimdienst in Sanaa eines der Al-Qaida-Mitglieder, das in die zwei Tötungsversuche gegen mich, involviert waren. Ich erhielt die Information, dass Shabab, der Zweig von Al-Qaida in Kenia, bereits nach mir suchte, mit der klaren Absicht, mich zu töten. Daher schickte der Premierminister direkt einen offiziellen Brief an den UNHCR und den Chef der kenianischen Polizei mit einer Warnung und der Bitte, mich an einem sicheren Ort in Sicherheit zu bringen oder mich in irgendein anderes sicheres Land zu bringen. Leider ohne Antwort. Mittlerweile haben einige Spione den saudi-arabischen Botschafter in Nairobi darüber informiert, dass sich ein Huthi-Anführer im Land befindet und auf das Resettlement nach Europa wartet. Daraufhin lud er mich in sein Büro ein und bot mir an, dass ich für ihn gegen meine Verbündeten arbeiten sollte. Im Gegenzug würde mir die Übersiedlung nach Riad anbieten, wo ich in einer Villa leben würde. Er bot mit ebenfalls Geld an und dass ich offiziell der jemenitischen Regierung angehören würde. Ich bat ihn um Verzeihung und erklärte ihm, dass ich mit der Politik fertig wäre und dass es mein einziger Wunsch sei, in ein sicheres Land überzusiedeln und den Rest meines Lebens mit meiner Frau und den Kindern in Sicherheit zu verbringen. Er riet mir, noch einem über den Vorschlag nachzudenken und sagte: „Wir werden es nicht akzeptieren, dass der UNHCR und die kenianische Regierung dich nach Europa oder Amerika bringt, denn diese Regierungen werden deinen Fall gegen unser Regime nutzen.“ Er setzte mich unter Druck, eine Erklärung zu verfassen, in der ich bekräftigen würde, dass ich für sie arbeiten wollte. Ich hatte so viel Angst, dass sie mich festnehmen oder mir in der Botschaft Gewalt antun würden und aus diesem Grund, damit ich sicher wieder hinauskommen würde, schrieb ich die Erklärung.

Mittlerweile sind zwei Jahre vergangen und der der UNHCR bittet mich noch immer, darauf zu warten, dass sie mich aufrufen würden. Ich weiß, dass der saudische Botschafter in meinen Resettlementprozess eingegriffen hat und auf die Kenianische Regierung und den UNHCR Druck ausübt, ihn zu verzögern. Wie erwartet, haben sie das akzeptiert, denn die saudi-arabische Regierung gehört den größten Unterstützern des UNHCR und der kenianischen Regierung.

Wegen des Hungers in Jemen und der Leiden meiner ganzen Familie, bin ich zu Krankenhäusern gegangen und habe angeboten, einen Teil meiner Leber an irgendjemanden zu spenden, nur um im Gegenzug ein bisschen Hilfe zu bekommen, einen Platz zu schlafen, in irgendeinem kleinen Raum, damit ich meine Frau und meine Tochter nachholen könnte, und Unterstützung mit Essen. Das ist alles, wonach ich frage.

Aber ohne Antwort! Wir schlafen ohne irgendwelche Decken oder Kissen in diesem kalten regnerischen Wetter. Ich decke meinen Sohn mit meiner eigenen Jacke zu und halte ihn im Arm, damit er schlafen kann. Die Zeit, die er im Gefängnis verbracht hatte, verursachte, dass er Angst hat alleine zu sein oder in einem engen Rau, und er hat Angst vor jeder Person mit einem Gewehr. Ich bin ein kranker 40-jähriger Mann. Ich hatte fünf Bandscheibenverletzungen, eine Herzvergrößerung, die linke Lunge arbeitet wegen Calciumversteinerungen nicht mehr. Am rechten Knie habe ich eine starke Infektion, die vom vielen Laufen auf der Suche nach essbaren Resten für meinen Sohn herrührt.

Alles, wovon ich träume, ist mit meinem Sohn in ein sicheres Land zu ziehen und meine Frau und meine Töchter nachzuholen und mit ihnen in Würde, Respekt und Menschlichkeit zu leben. An alle, an jede Kirche oder Organisation, die uns in unserem Bemühen um Resettlement helfen kann, bitten wir, ich und meine Familie im Namen von Jesus Christus, uns zu helfen!

Ahmad bin Ahmad Hadi

Email.: abukald.alahmadi@gmail.com,
Tel.: +254742310700 (WhatsApp, IMO und international Anrufe

Aktenzeichen von Ahmad Hadi: NYEM000069
Aktenzeichen von Khaled Ahmad bin Ahmad: NYEM000207


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