Archiv der Kategorie 'Allgemein'

UNHCR Kenia: Erster Appell und Petition von jemenitischem Flüchtlinge || Unterstützt den Aufruf von Ahmad bin Ahmad Hadi


Der Sohn Khaled Ahmad bin Ahmad von Ahmad bin Ahmad Hadi

Brief

English
UNHCR Kenya: First appeal and petition of Yemen refugee – Support Ahmad bin Ahmad Hadi‘s and his son‘s Khaled Ahmad bin Ahmad call for resettlement from Kenya http://thevoiceforum.org/node/4584
INTERNATIONALE SOLiDARITÄTSKAMPAGNE FÜR JEMENITISCHEN FLÜCHTLING IN KENIA

UNHCR Kenia: Erster Appell und Petition von jemenitischem Flüchtlinge: Unterstützt den Aufruf von Ahmad bin Ahmad Hadi und seinem Sohn Khaled Ahmad bin Ahmad zur Umsiedlung von Kenia

Aktenzeichen von Ahmad Hadi: NYEM000069
Aktenzeichen von Khaled Ahmad bin Ahmad: NYEM000207
Unterstützt diesen Aufruf von Ahmad bin Ahmad Hadi an The VOICE Refugee Forum!

Bitte schreibt an den UNHCR in Kenia (mit Kopie an den UNHCR Genf) und setzt euch ein für das Resettlement von Ahmad bin Ahmad Hadi und seinem Sohn Khaled Ahmad bin Ahmad in eine Umgebung, wo er frei von Bedrohungen durch Saudi-Arabien ist!

The VOICE Refugee Forum zu Ahmad bin Ahmad Hadi

Im Rahmen der Vorbereitungen unserer BlackBox-Veranstaltungen 2018 in Jena erreichte uns im September der Hilferuf eines jemenitischen Flüchtlings in Kenia. Wir unterstützen und dokumentieren hiermit seinen Aufruf (siehe unten).

Ahmad bin Ahmad Hadi, Vater von drei Kindern, lebt seit Jahren als Flüchtling in Kenia.

Als führendes Mitglied der Al-Haq Partei, einer mit den Huthi alliierten Organisation im Jemen, war er im Jemen eine exponierte politische Persönlichkeit und immer wieder tödlichen Bedrohungen durch Al-Qaida, saudische Truppen und Söldner der Vereinten Arabischen Emirate ausgesetzt. Nach Haft und schwerer Folter gelang ihm schließlich die Flucht nach Kenia. Es gelang ihm auch, seinen kleinen Sohn freizubekommen, der als Geisel gefangen genommen war, um den Vater zur Aufgabe zu zwingen. Seit drei Jahren lebt er nun mit seinem Sohn in Kenia als Flüchtling .

Diese Leben bedeutet für Ahmad bin Ahmad Hadi nicht nur ein Leben in Elend, ohne Wohnung, ohne Schutz vor Regen und Kälte, ohne regelmäßiges Essen, wie es die Situation hunderttausender Flüchtlinge ist. Er ist darüber hinaus auch anhaltenden Bedrohungen durch die saudische Regierung, durch Al-Qaida und durch Shabaab, den kenianischen Zweig von Al-Qaida ausgesetzt. Seit er von der saudischen Botschaft unter Drohungen gezwungen wurde, eine Kollaborationserklärung zu verfassen, ist sein Resettlement-Prozess, der ihm vom UNHCR in Aussicht gestellt wurde, ins Stocken geraten. Infolge von Folter und vieler Strapazen hat sich seine gesundheitliche Situation stark verschlechtert und er leidet an verschiedenen Krankheiten.

Ahmad bin Ahmad Hadi hat sich an The VOICE Refugee Forum gewandt. Er hat dieses Zeugnis abgelegt. Er ist Teil der Refugee Black Box und füllt die Refugee Black Box mit seiner Geschichte (siehe Originaldokument unten)

Wir sind uns der katastrophalen Situation von Flüchtlingen in Kenia, wo sich das größte Flüchtlingscamp der Welt befindet, bewusst. Hunderttausende von Menschen leiden aufgrund der mangelhaften Versorgung durch die internationale Gemeinschaft, das heißt vor allem durch die westlichen Staaten, unter der Knappheit von Essen.

Doch insbesondere die anhaltende Bedrohung durch die saudische Regierung und terroristische Gruppen erfordern einen speziellen Schutz für Ahmad bin Ahmad Hadi.

The VOICE Refugee Forum und The Refugee Black Box unterstützen daher seine Forderung nach Resettlement und nach einem Leben in Schutz und Sicherheit.

+ Er muss in einer Umgebung leben, wo er sicher sein kann vor den Bedrohungen der saudiarabischen Regierung und terroristischer Gruppen

+ Wir verlangen vom UNHCR, die Zusage nach einem zügigen Resettlement-Prozess ohne weitere Verzögerung endlich einzuhalten.

+ Wir verlangen eine Untersuchung hinsichtlich der Einschüchterungsversuche durch die saudische Botschaft in Kenia

+ Wir verlangen von den Europäischen Staaten, ihm und seiner Familie den nötigen Schutz zu gewähren

Schreibt einen dringenden Appell an den UNHCR in Kenia mit Kopie an den UNHCR in Genf

Unterstützt unsere Forderungen durch Verbreitung unseres Aufrufs!

The UNHCR Country Representative in Kenya, Telephone: +41 22 739 7280
Facsimile: +41 22 739 7281 [Fax]
Email: kenna@unhcr.org
Street Address: P.O. BOX 43801 – 00100, LYNWOOD COURT, OFF WAIYAKI WAY, WESTLAND, NAIROBI, KENYA, Nairobi, Kenya
Mailing Address: P.O. Box 43801-00100 GPO, Nairobi, Kenya

CC:
The UNHCR Office for Switzerland
Mailing Address: Case Postale 2500, 1211 Genève 2 Dépôt, Switzerland
Telephone: +41 22 739 74 44, Facsimile: +41 22 739 73 79 [Fax]
Email: swige@unhcr.org
Street Address: 94 Rue Montbrillant, 1202 Geneva, Switzerland

The VOICE Refugee Forum, Schillergäßchen 5, 07746 Jena
Mail: thevoicerefugeeforum@riseup.net | http://thevoiceforum.org

Aufruf von Ahmad bin Ahmad Hadi:

Warum das wichtig ist:

Mein Name ist Ahmad bin Ahmad Hadi
Ich bin Vater von drei Kindern
Ich bin Führungskraft in der Al-Haq Partei in Jemen und leite die Zweige der Partei in Aden und Abyan.

Während in Aden Krieg herrschte, traf die saudi-arabische Air Force mein Haus. Glücklicherweise befand ich mich zu diesem Zeitpunkt gerade in meinem anderen Haus in einer anderen Stadt. Als der Krieg im Süden endlich zu Ende ging, hatte ich die Chance, nach Aden zurückzukehren. Am 14. Oktober (year) attackierten Al-Qaida und Söldnertruppen der Emirate mein Haus gegen Mitternacht, nahmen mich fest und brachten mich an einen unbekannten Ort, wo man mich täglich folterte. Ich war 45 Tage in einem kleinen dunklen Raum eingesperrt, der von Fäkalien geflutet war, eingesperrt. Ich konnte meinen Körper nicht mehr biegen und nicht mehr wie normale Menschen gerade schlafen.

Nach 45 Tagen brachte man mich ein Krankenhaus, weil ich blutete. Der Arzt erkannte mich und kontaktierte meinen Neffen, der mir half in den Norden zu fliehen. Als er zurückkam, wurde er festgenommen und gefoltert, damit er den Ort meines Versteckes verriet. Als sie ihm seinen Finger abschnitten, sagte er ihnen alles, was sie hören wollten. Zweimal versuchten sie, mich in Sanaa zu töten, als ich zum Deputy des Ministeriums für allgemeine Arbeiten und Straßen ernannt werden sollte. Ich stand unter extremen Terror und Angst und musste Jemen verlassen. Daher beschloss ich über Kairo und Äthiopien auf dem Luftweg nach Kenia zu gehen.
Danach wurde mein einziger kleiner Junge entführt und ein Monat lang als Geisel gehalten, um mich zum Aufgeben zu zwingen. Ich musste das letzte Stück Land, das ich besaß, verkaufen und zahlte 4,5 Millionen jemenitische Real an einen Sheik (Stammesführer), der ein Freund meines Vaters ist, der die Flucht meines Sohnes direkt zu Flughafen sowie einen Flug über den Sudan nach Nairobi arrangierte

Momentan sind wir Flüchtlinge in Kenia. Das Leben, das wir führen, ist erniedrigend und fürchterlich – ohne Sicherheit, ohne Schutz zum Schlafen und Essen – seit zwei Jahren mittlerweile. Der UNHCR Kenia erklärte uns, dass wir bereits in einer Resettlement-Einheit seien und auf der Warteliste seien. Dann erwischte der Geheimdienst in Sanaa eines der Al-Qaida-Mitglieder, das in die zwei Tötungsversuche gegen mich, involviert waren. Ich erhielt die Information, dass Shabab, der Zweig von Al-Qaida in Kenia, bereits nach mir suchte, mit der klaren Absicht, mich zu töten. Daher schickte der Premierminister direkt einen offiziellen Brief an den UNHCR und den Chef der kenianischen Polizei mit einer Warnung und der Bitte, mich an einem sicheren Ort in Sicherheit zu bringen oder mich in irgendein anderes sicheres Land zu bringen. Leider ohne Antwort. Mittlerweile haben einige Spione den saudi-arabischen Botschafter in Nairobi darüber informiert, dass sich ein Huthi-Anführer im Land befindet und auf das Resettlement nach Europa wartet. Daraufhin lud er mich in sein Büro ein und bot mir an, dass ich für ihn gegen meine Verbündeten arbeiten sollte. Im Gegenzug würde mir die Übersiedlung nach Riad anbieten, wo ich in einer Villa leben würde. Er bot mit ebenfalls Geld an und dass ich offiziell der jemenitischen Regierung angehören würde. Ich bat ihn um Verzeihung und erklärte ihm, dass ich mit der Politik fertig wäre und dass es mein einziger Wunsch sei, in ein sicheres Land überzusiedeln und den Rest meines Lebens mit meiner Frau und den Kindern in Sicherheit zu verbringen. Er riet mir, noch einem über den Vorschlag nachzudenken und sagte: „Wir werden es nicht akzeptieren, dass der UNHCR und die kenianische Regierung dich nach Europa oder Amerika bringt, denn diese Regierungen werden deinen Fall gegen unser Regime nutzen.“ Er setzte mich unter Druck, eine Erklärung zu verfassen, in der ich bekräftigen würde, dass ich für sie arbeiten wollte. Ich hatte so viel Angst, dass sie mich festnehmen oder mir in der Botschaft Gewalt antun würden und aus diesem Grund, damit ich sicher wieder hinauskommen würde, schrieb ich die Erklärung.

Mittlerweile sind zwei Jahre vergangen und der der UNHCR bittet mich noch immer, darauf zu warten, dass sie mich aufrufen würden. Ich weiß, dass der saudische Botschafter in meinen Resettlementprozess eingegriffen hat und auf die Kenianische Regierung und den UNHCR Druck ausübt, ihn zu verzögern. Wie erwartet, haben sie das akzeptiert, denn die saudi-arabische Regierung gehört den größten Unterstützern des UNHCR und der kenianischen Regierung.

Wegen des Hungers in Jemen und der Leiden meiner ganzen Familie, bin ich zu Krankenhäusern gegangen und habe angeboten, einen Teil meiner Leber an irgendjemanden zu spenden, nur um im Gegenzug ein bisschen Hilfe zu bekommen, einen Platz zu schlafen, in irgendeinem kleinen Raum, damit ich meine Frau und meine Tochter nachholen könnte, und Unterstützung mit Essen. Das ist alles, wonach ich frage.

Aber ohne Antwort! Wir schlafen ohne irgendwelche Decken oder Kissen in diesem kalten regnerischen Wetter. Ich decke meinen Sohn mit meiner eigenen Jacke zu und halte ihn im Arm, damit er schlafen kann. Die Zeit, die er im Gefängnis verbracht hatte, verursachte, dass er Angst hat alleine zu sein oder in einem engen Rau, und er hat Angst vor jeder Person mit einem Gewehr. Ich bin ein kranker 40-jähriger Mann. Ich hatte fünf Bandscheibenverletzungen, eine Herzvergrößerung, die linke Lunge arbeitet wegen Calciumversteinerungen nicht mehr. Am rechten Knie habe ich eine starke Infektion, die vom vielen Laufen auf der Suche nach essbaren Resten für meinen Sohn herrührt.

Alles, wovon ich träume, ist mit meinem Sohn in ein sicheres Land zu ziehen und meine Frau und meine Töchter nachzuholen und mit ihnen in Würde, Respekt und Menschlichkeit zu leben. An alle, an jede Kirche oder Organisation, die uns in unserem Bemühen um Resettlement helfen kann, bitten wir, ich und meine Familie im Namen von Jesus Christus, uns zu helfen!

Ahmad bin Ahmad Hadi

Email.: abukald.alahmadi@gmail.com,
Tel.: +254742310700 (WhatsApp, IMO und international Anrufe

Aktenzeichen von Ahmad Hadi: NYEM000069
Aktenzeichen von Khaled Ahmad bin Ahmad: NYEM000207

Next breakdeportation General Meeting this sunday, 18.11.2018, in Jena

Diesen Sonntag, am 18 November, findet unser General Meeting in Jena statt! Kommt vorbei, diskutiert und organisiert mit – gemeinsam gegen Abschiebung und Isolation!
On Sunday we meet for the General Meeting in Jena. Join in, discuss and organize with us – togheter against Deportation and Isolation!
[ englisch / tigrinya / arabic – down ]

Zeit: 14-17 Uhr
Ort: Haus auf der Mauer, Johannesplatz 26, Jena

GENERAL MEETING
Dieses Treffen heißt jede und jeden Willkommen, der oder die bereits politisch aktiv ist oder es werden will. Wir diskutieren verschiedene politische Themen und planen gemeinsame Kampagnen und Aktionen. Wir wollen uns besser kennen lernen und vernetzen. Wir arbeiten zu manchen Themen in kleinen Gruppen und zu anderen in der Gesamtgruppe. Es gibt immer eine Kleingruppe für neue Menschen, damit es leichter fällt alles zu verstehen und mitzumachen. Wir bereiten einige Themen für die Treffen vor und wollen uns dann über mehrere Monate mit ihnen befassen. Aber es wird auch immer Zeit für spontane, neue Themen geben. Gemeinsam organisieren wir Kinderbetreuung für die Treffen.

GENERAL MEETING
This meeting welcomes everybody who is already involved in fighting political or for those who want to start fighting based on their own daily struggles. We discuss different political topics and plan campagnes or actions. We would like to get to know each other and stay in contact. We work in small groups or the whole group based on the topic that will be discussed. There is always a small group for new people so it is easier to join and understand. We prepare some topics and focus on them over several meetings but there will be also space for bringing in topics spontaneously. Together we organize child-care for the meetings.

General Meeting
این جلسه برای هر کسی که در حال مبارزه با سیاست و آنهایی که میخواهند به
تازگی مبارزه ی خود را شروع کنند، تشکیل میشود. ما درباره ی موضوعات سیاسی
مختلف بحث میکنیم و برنامه های کمپینی یا اقداماتی طرح میکنیم. ما دوست داریم
که یکدیگر را بشناسیم و در تماس باشیم. ما در گروه های کوچک یا کل گروه بر
اساس موضوع بحث میکنیم. برای افراد جدید همیشه یک گروه کوچک وجود دارد،
بنابراین پیوستن و درک آن آسانتر است. ما برخی از موضوعات را آماده میکنیم و
در جلسات متعددی تمرکز میکنیم، اما برای درج مطلب به صورت لحظه ای نیز فضا
خواهیم داشت. ما با هم برای مراقبت از کودکان در حسن جلسات نیز فکری خواهیم
کرد. زمان لازم برای کار بر روی موارد شخصی وجود ندارد مگر اینکه به یک موضوع
عمومی وابسته باشد، لطفا برای پرونده های شخصی تان به جلسات مبادکه بیایید.

General Meeting
እዚ ኣኼባ እዚ ነቶም ድሮ ኣብ ቃልሲ ዘለዉ ኮነ ነቶም ምስ እዋናዊ ብድሆታቶም ዝኸይድ ሓድሽ
ቃልሲ ክጅምሩ ዝደልዩ ክፉትዩ ።ዝተፈላለዩ ፖለቲካዊ ኣርእስትን መደባትን ወፍርን ትግባረን
ንዝቲ።ነንሓድሕድና ክንፋለጥን ቀጻሊ ርክብ ክህልወናን ድሌትና ዩ።ብመጣን እቲ መዛረቢ ኣርእስቲ
ብንኡስ ጉጅለታት ከምኡዉን ዓቢ ጉጅለ ክንዘራረብ ንኽእል ።ንሓደስቲ ኣባላት ብዝጥዕም ኩሉ ግዜ
ናእሽቱ ጉጅለታት ኣለዋ እቲ መስርሕ ምርድዳእ ንምቅላል።ኣርእስቲታት ብምድላው ግዜ ሂብና ኣብ
ቀጻሊ ርክባት ከምዝዝተየሎም ንገብር ሓደ ሓደ እዋን ሃንደበት ሓድሽ ኣርእስቲ ናይ ምልዓል ተኽእሎ
ኣሎ።ሓቢርና ነቲ ኣኼባ ዝኸዉን ብዛዕባ CHILD-CARE ንዉድብ።ኣብዉልቃዊ ጉዳይ ንምዝርራብ
ዝኸዉን ግዜ የብልናን ብፍሉይ ኣብ ህሉው ህዝባዊ ወፍሪ ዝተኻተቱ ተዘይኮይኖም ፡፡ናብቲ ኣኼባ ግን
ንዉልቃዊ ጉዳይኩም ምምጻእ ይከኣልዩ ።

Break Deportation Meeting – 21.10.2018

Break Deportation Meeting - 21.10.2018

Black Box Event in Jena

vom 4. bis 7. Oktober 2018 fand in Jena eine Black Box Veranstaltung von The Voice Refugee Forum gegen Abschiebungen, Rassismus und koloniales Unrecht statt. Aktivist_innen aus ganz Deutschland kamen zu workshops, Diskussionen, Performances und einer Demonstration zusammen.

vor der Ausländerbehörde Jena
die Demonstration führte durch die Jenaer Innenstadt zur Ausländerbehörde. Deren Tür wurde mit Black Boxes symbolisch blockiert.

GENERAL MEETING, 21 Oktober, Erfurt, Gotthardtstraße 21

Diesen Sonntag, 21 Oktober, findet unser General Meeting in Erfurt statt! Kommt vorbei, diskutiert und organisiert mit – gemeinsam gegen Abschiebung und Isolation!
On Sunday we meet for the General Meeting in Erfurt. Join in, discuss and organize with us – togheter against Deportation and Isolation!
[ englisch / tigrinya / arabic – down ]

Zeit: 14-17 Uhr
Ort: Erfurt, Gotthardtstraße 21 im 4. Stock

GENERAL MEETING
Dieses Treffen heißt jede und jeden Willkommen, der oder die bereits politisch aktiv ist oder es werden will. Wir diskutieren verschiedene politische Themen und planen gemeinsame Kampagnen und Aktionen. Wir wollen uns besser kennen lernen und vernetzen. Wir arbeiten zu manchen Themen in kleinen Gruppen und zu anderen in der Gesamtgruppe. Es gibt immer eine Kleingruppe für neue Menschen, damit es leichter fällt alles zu verstehen und mitzumachen. Wir bereiten einige Themen für die Treffen vor und wollen uns dann über mehrere Monate mit ihnen befassen. Aber es wird auch immer Zeit für spontane, neue Themen geben. Gemeinsam organisieren wir Kinderbetreuung für die Treffen.

GENERAL MEETING
This meeting welcomes everybody who is already involved in fighting political or for those who want to start fighting based on their own daily struggles. We discuss different political topics and plan campagnes or actions. We would like to get to know each other and stay in contact. We work in small groups or the whole group based on the topic that will be discussed. There is always a small group for new people so it is easier to join and understand. We prepare some topics and focus on them over several meetings but there will be also space for bringing in topics spontaneously. Together we organize child-care for the meetings.

General Meeting
این جلسه برای هر کسی که در حال مبارزه با سیاست و آنهایی که میخواهند به
تازگی مبارزه ی خود را شروع کنند، تشکیل میشود. ما درباره ی موضوعات سیاسی
مختلف بحث میکنیم و برنامه های کمپینی یا اقداماتی طرح میکنیم. ما دوست داریم
که یکدیگر را بشناسیم و در تماس باشیم. ما در گروه های کوچک یا کل گروه بر
اساس موضوع بحث میکنیم. برای افراد جدید همیشه یک گروه کوچک وجود دارد،
بنابراین پیوستن و درک آن آسانتر است. ما برخی از موضوعات را آماده میکنیم و
در جلسات متعددی تمرکز میکنیم، اما برای درج مطلب به صورت لحظه ای نیز فضا
خواهیم داشت. ما با هم برای مراقبت از کودکان در حسن جلسات نیز فکری خواهیم
کرد. زمان لازم برای کار بر روی موارد شخصی وجود ندارد مگر اینکه به یک موضوع
عمومی وابسته باشد، لطفا برای پرونده های شخصی تان به جلسات مبادکه بیایید.

General Meeting
እዚ ኣኼባ እዚ ነቶም ድሮ ኣብ ቃልሲ ዘለዉ ኮነ ነቶም ምስ እዋናዊ ብድሆታቶም ዝኸይድ ሓድሽ
ቃልሲ ክጅምሩ ዝደልዩ ክፉትዩ ።ዝተፈላለዩ ፖለቲካዊ ኣርእስትን መደባትን ወፍርን ትግባረን
ንዝቲ።ነንሓድሕድና ክንፋለጥን ቀጻሊ ርክብ ክህልወናን ድሌትና ዩ።ብመጣን እቲ መዛረቢ ኣርእስቲ
ብንኡስ ጉጅለታት ከምኡዉን ዓቢ ጉጅለ ክንዘራረብ ንኽእል ።ንሓደስቲ ኣባላት ብዝጥዕም ኩሉ ግዜ
ናእሽቱ ጉጅለታት ኣለዋ እቲ መስርሕ ምርድዳእ ንምቅላል።ኣርእስቲታት ብምድላው ግዜ ሂብና ኣብ
ቀጻሊ ርክባት ከምዝዝተየሎም ንገብር ሓደ ሓደ እዋን ሃንደበት ሓድሽ ኣርእስቲ ናይ ምልዓል ተኽእሎ
ኣሎ።ሓቢርና ነቲ ኣኼባ ዝኸዉን ብዛዕባ CHILD-CARE ንዉድብ።ኣብዉልቃዊ ጉዳይ ንምዝርራብ
ዝኸዉን ግዜ የብልናን ብፍሉይ ኣብ ህሉው ህዝባዊ ወፍሪ ዝተኻተቱ ተዘይኮይኖም ፡፡ናብቲ ኣኼባ ግን
ንዉልቃዊ ጉዳይኩም ምምጻእ ይከኣልዩ ።

Spenden, Schlafplätze, Köch*innen und Köche: Die „Refugee Black Box“ – Konferenz in Jena vom 04. – 07. Oktober 2018 braucht unseren Support!

Was wir derzeit sehen: In Chemnitz proben Rassist*innen den Volksaufstand und jagen Migrant*innen, die AfD visiert Regierungsbeteiligungen bei den kommenden Landtagswahlen an und die europäische Abschottungspolitik hat ungebrochen mörderische Konsequenzen auf dem Mittelmeer.

Was wir dabei oft übersehen:
Jenseits des Rampenlichts organisieren sich seit Jahren bundesweit Aktivist*innen der Flüchtlingscommunity gegen Abschiebungen, Isolation und Rechtsruck. Das gibt Hoffnung, das gibt Kraft! Und gerade jetzt braucht das unsere Solidarität!

Black Box Konferenz in Jena vom 04. – 07. Oktober
Anfang Oktober werden in Jena erneut Aktivist*innen der Flüchtlingscommunity aus ganz Deutschland zusammenkommen. Es wird Diskussionen, Präsentationen und Aktionen geben, um neue Strategien gegen den Rassismus und das Abschieberegime in Deutschland zu entwickeln und die Vernetzung der Community zu stärken.

Wie bereits im Januar 2017 wird die Konferenz unter dem Motto „Refugee Black Box“ stattfinden. Die „Black Box“ ist inzwischen zu einem bundesweiten Symbol der politischen Autonomie und der Kämpfe von Geflüchteten geworden. Mehr Infos und Bilder zur Kampagne findet ihr auf thevoiceforum.org und breakdeportation.blogsport.de.

Die Aktivist*innen sind ein weiteres Mal auf unsere lokale Unterstützung angewiesen!

Schlafplätze: Ihr habt in dem Zeitraum vom 04. – 07. Oktober (Mittwoch bis Sonntag) ein Gästezimmer, WG-Zimmer oder eine Couch bei euch zuhause frei? Dann meldet euch bei uns und beantwortet am Besten folgende Fragen: Von wann bis wann? Wie viele Personen? Werden Schlafsäcke etc benötigt? Wo ist eure Wohnung und wer ist die Kontaktperson?

Kochen: Die Koch-Crew freut sich an allen Tagen über Unterstützung. Sagt uns Bescheid, wenn ihr an einem oder mehreren Tagen mitschnippeln und köcheln wollt!

Spenden: Die Refugee-Community setzt auf ihre finanzielle Autonomie, d.h. keine Anträge, aber ein Beitrag von allen, die Teil der Bewegung sind oder mit ihr sympathisieren. Deshalb eure solidarische Spende (wirklich unbedingt gebraucht!) an:

Förderverein The VOICE e.V.
Sparkasse Göttingen
Kontonummer: 127829
BLZ: 260 500 01
IBAN: DE97 2605 0001 0000 1278 29
BIC: NOLADE21GOE

Flüchtlingslager: Bericht eines anonymen Zeugen über die Todesnacht von Faraidun Salam Aziz in Apolda

Apolda Refugee Camp || Flüchtlingslager in Apolda || English is below

null
Faraidun Salam Aziz gestorben 1. Mai 2018

Wir veröffentlichen hier den Bericht eines anonymen Zeugen zum Todesfall von Faraidun Salam Aziz in der Gemeinschaftsunterkunft Lessingstraße in Apolda am 1. Mai 2018
Flüchtlingslager: Bericht eines anonymen Zeugen über die Todesnacht von Faraidun Salam Aziz in Apolda

Der Zeuge war am 1. Mai 2018 in Apolda im Lager in der Lessingstraße und wach. Er hat mitbekommen, dass Faraidun Salam Aziz ca. zwischen 2 und 4 Uhr eine Diskussion mit Securities hatte.
Faraidun sprach mit jemand am Telefon. Die Security diskutierte mit ihm, dass er zu laut sei und er sagte, dass ist normal so und er spricht immer so. Er wollte nicht leiser reden.Zwei Securities nahmen ihn daraufhin fest, brachten ihn auf sein Zimmer und schlossen das Zimmer von außen ab – und Faraidun somit darin ein.
Faraidun hat die Beamten ca. 10 mal aufgefordert die Tür zu öffnen. Diese reagierten aber nicht und schlossen die Tür nicht auf.Später hat Faraidun dann das Fenster in seinem Zimmer im 4. Stock geöffnet und sich heraus gelehnt. Kurz darauf ist er aus dem Fenster gestürzt.
Faraiduns Kopf war durch den Aufprall am Boden zertrümmert. Erst nachdem Faraidun aus dem 4. Stock gefallen war, haben die Securities die Polizei und den Rettungswagen gerufen.
Einen Tag nach dem Vorfall kamen 4 Securties zu dem Zeugen ins Zimmer, versuchten in zu beeinflussen und schüchterten ihn ein, damit er nichts bei der Polizei aussagen soll. Er hat mitbekommen, dass die Security das auch bei Anderen gemacht hat, die den Vorfall gesehen haben.
Die Polizei kam bis heute nicht ins Lager um ZeugInnenaussagen aufzunehmen.

http://breakdeportation.blogsport.de
http://thevoiceforum.org

Refugee Camp: Report of an anonymous whitness of the night of the death of Faraidun Salam Aziz in Apolda

The whitness was there and awake in Apolda in the Lager in Lessingstraße at 01.05.2018. He noticed Faraidun Salam Aziz having a discussion with the securities between 2.00 and 4.00 am.
Faraidun was talking with somebody on the phone. The security was discussing about that he was talking to loud but he said that this is normal and he always speaks like this. He did not want to speak less loudly. After that two securities took him and usher him in his room and locked the door so that Faraidun was locked up inside.
Faraidun asked them around 10 times to open the door. They did not react and did not open the door. Later Faraidun opened the window in his room on the fourth floor and leaned out. Shortly after that he fall down out of the window. His head was smashed through the impact with the ground.
Only after his fall out of the fourth floor the security called the police and the ambulance.
One day after that occurrence four securities came into the room of the whitness and tried to influence and intimidate him so that he will not tell the police any of what he has seen. The whitness recogniced that the security also visited other people who saw what happened.
Until today no police came to the Lager to ask for whitnesses of the occurrence in that night.

http://breakdeportation.blogsport.de
http://thevoiceforum.org

Call for comments and solidarity support – Refugee Black Box Events 2018

4th to 7th October 2018 in Jena:

One Solidarity! We will admit that every refugee is a Black Box!
From 4th to 7th October 2018 the annual programm of the Refugee Black Box will take place in Jena.

„Break the Deportation DNA Chain: „Refugee Black Box – The irrepressible voice and power of the afflicted“ – Beyond the Court rooms #REFUGEE_BLACKBOX Installation in Jena, 04-07.10.2018“
Please see attachment for further information. We will be pleased to read from activists of the break deportation, break isolation networks, anti-deportation and solidarity activists comments on the theoretical background of the refugee Blackbox in the refugee political struggles on a realistic basis. Critiques are highly appreciated!

Please inform refugees you may know in Thueringen and beyond to join the special events of the refugee Black Box in October Jena. We invite participants to join us in Jena to produce 300 Refugee Black Boxes with their statements, demands or slogans for the installations and for participants‘ parade. There will workshops, discussions, We expect activists from Thueringen, Hamburg NRW and Berlin to meet and discuss with more participants of Refugee Black Box installation.

Solidarity donation is urgently needed:
We are calling for everybody’s – refugees, single activists, communitys and political organisation and groups – for solidarity and financial support as our financial means are limited. We could not hold a nationwide preparatory meeting because of the financial cost. We strictly depend on private donation to sustain our struggles without state institutions.
The numbers of participants are not expected to be less than last year, although we are having financial problems to pay for transportation of refugee participants like the last years. We will be calling on refugees and migrants participants to finance their transportation to the refugee Black Box events in Jena.

Listen to the refugees in Apolda! An example of oppression and resistance:
The refugee camp administration in Apolda is a model of an „open prison“ without perspectives, so many refugees say. Refugees are threatened to deaths in Isolation with constant threats of deportation and restrictions without perspectives. Most refugees from Afghanistan are put under pressure and are being forced by the Apolda foreign office to comprised their fredom and rights to protection and security in exile, as against state persecutions of the refugees and the insecurity in Afghistan. Will you join us to protest the maltreatments of refugees by deportation and social exclusion with our own political media of resistance – the Refugee Black Box?

https://jungle.world/artikel/2018/33/ein-ort-fuer-suizide
http://www.thevoiceforum.org/search/node/apolda
http://www.thevoiceforum.org/node/4535

Especially we cannot afford to pay for participants outside Thueringen. We are calling on local political groups to support the transport of refugees from their area to the events on 04-07.10.2018 in Jena.
We also call for general support by donation and by solidarity events in any localities possible for the BlackBox.

The next workshop preparatory meeting of the refugee Black Box meeting will be in Jena on Friday, 07.09.2018 at 6pm in Jena. Schillergäßchen 5, 07745 Jena, by The VOICE Refugee Forum
Refugee Black BOX Installation – Let’s work together to break the deportation!

The VOICE Refugee Forum Jena

CHEMNITZ IS NOT FAR FROM JENA! Call to refugees and migrants in Chemnitz

Antirassistische Aktivist*innen aus Jena haben heute eine Botschaft auf verschiedenen Sprachen an Geflüchtete und Migrant*innen in Chemnitz verfasst:

//GERMAN//
Von Chemnitz nach Jena ist es nicht weit!

Wir beobachten die rassistischen Ausschreitungen in Chemnitz mit größter Sorge und möchten all diejenigen, die sich in Chemnitz und Umgebung nicht mehr sicher fühlen, in Sicherheit wissen. Wenn das für euch heißt, dass ihr aus der Stadt rausmüsst, dann schreibt uns oder schickt eine E-Mail an „chemnitztojena@riseup.net“ und wir holen euch auch im Zweifel ab. Ihr habt hier einen Platz zum Schlafen, zum Lernen, zum Kochen und Ruhe. Ihr seid nicht alleine!

//ARABIC//
من چيمينتس(Chemnitz) الى يينا (Jena) مو بعيدة!
مع هم الكبير نراقب العنصريين المشاغبين من چيمينتس ،ونريد كل العايشين بچمينتس وضواحيها حرموا منكم الراحه والأمان من مدينة العنصريين ،وإذا هذا يسمى ارحلوا من چيمينتس ، اكتبوا علينا
chemnitztojena@riseup.net نخرجكم من هذا الرعب ، خصصنا مكان للنوم، للأكل،للدراسة،للإستراحة.

//KURDISH//
لە چیمینتس(Chemnitz) بۆ ێێنا (Jena) هیچ دوور نی یە!
بە غەمێكی زۆرەوە چاودیری ڕاسیسە ئاژاوەچی یەكانی چیمینتس ئەكەین، ئەمانەوێت هەموو ئەوانەی لە چیمینتس و دەروبەری كە لە ترس و دڵە ڕاوكێ یا ئەژین ، ئەگەر ئەوە مانای دەركردنتان بێت لەشاری ڕاسیسەكان، تكایە پەیوەندیمان پێوە بكەن بەم ئیمەیلە chemnitztojena@riseup.net ئێمە بێ شك ئەتانهێنینە دەرەوە، جێگا هەیە بۆ نوستن، بۆ خواردن، بۆ خوێندن، بۆ پشوودان
ئێوە بە تەنها نین!

//TURKISH//
Chemnitz ile Jena arasi hic uzak değil!
Biz Chemnitz‘ de ki irkcılığı cok iyi tespıt ede bildik, ve bu tedirginliğin ıcınde bulunanlara elımızı uzatmak istiyoruz!
Eğer bu konu seni yuvandan ve evinden etmeye sebep oluyorsa, lütfen bana geri dönün veya bana ,,chemnitztojena@riseup.net” den ulaşmaya çalışın.
En kötü ihtimalde sızı almaya da gelebiliriz.Biz size uyumak icin sicacik yatak, ders calismaniza, yemek yapabilmeniz ve en önemlisi huzur bulmanıza yardımcı olcaz.Yalnız degılsın!

//ENGLISH//
Chemnitz is not far from Jena!
We‘re witnessing the racist rampages in Chemnitz with deep concern and want to reassure all those who are in Chemnitz and surrounding areas. If that means you have to get out of the city, write us or send an email to „chemnitztojena@riseup.net“ and we‘ll come and pick you up.
Here you‘ll have places to sleep, to study, to cook, and peace and quiet. You‘re not alone!

//PERSIAN//
از کمنیتز تا ینا فاصله ای نیست! ما عمیقا نگران خشونت های
نژادپرستانه در Chemnitz (کمنیتز) هستیم و می خواهیم به همه کسانی که در
کمنیتز و مناطق اطراف آن هستند و احساس ناامنی میکنند کمک کنیم. اگر شما
احساس امنیت نمی کنید و باید از شهر بیرون بیایید به این آدرس
«chemnitztojena@riseup.net» ایمیلی ارسال کنید تا ما دنبال شما بیاییم.
اینجا جای خواب، محل مطالعه، آشپزی و استراحت خواهید داشت. شما تنها نیستید!